23.01.2023 / Verfasserin: Tanja Wachter

Änderungen für Wohngebäude zum 01.01.2023

Jetzt ist es da, das Jahr 2023 und damit viele Änderungen im Steuerrecht. Um den Wohnungsmarkt anzukurbeln, wurden u.a. die Abschreibungssätze bei den Wohnungsneubauten im Privatvermögen geändert sowie die Sonderabschreibung nach § 7b EstG verlängert und modifiziert.

Der lineare AfA-Satz für Wohnungsneubauten beträgt zukünftig für die nach dem 31.12.2022 fertig gestellten Gebäude statt bisher 2 % nun3%.

Die Nutzungsdauer wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt. Diese beträgt weiterhin für Wohngebäude 50 Jahre.

Die Überschusseinkünfte ziehen somit mit den Gewinneinkünften gleich. Es gibt zukünftig keinen Unterschied mehr bei den linearen AfA-Sätzen.

Ein weiterer Steuervorteil, der zur Schaffung von mehr Wohnraum geschaffen wurde, ist die Erweiterung des Anwendungsbereichs der Sonderabschreibung für die Herstellung neuer Mietwohnungen nach
§ 7b EStG auch auf die Jahre 2023 bis 2026- Bisher waren für Zwecke der Sonderabschreibung nach
§ 7b EStG nur noch solche neuen Wohnungen erfasst, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.01.2022 gestellt wurde. Neu ist die Verlängerung der Inanspruchnahme der Sonderabschreibung auch für Wohnungen, die aufgrund eines nach dem 31.12.2022 und vor dem 01.01.2027 gestellten Bauantrags oder getätigten Bauanzeige hergestellt werden. Weiter muss das Gebäude, in dem die neue Wohnung hergestellt wird, die Kriterien für ein Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeitsklasse/Effizienzgebäude-Stufe 40 erfüllen. Dies muss durch das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) nachgewiesen werden. Wie bisher auch, muss die Wohnung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden neun Jahren der entgeltlichen Überlassung zu Wohnzwecken dienen.

Die in diesem Zusammenhang geltende Baukostenobergrenze wird von 3.000 Euro auf 4.800 Euro je Quadratmeter Wohnfläche angehoben und zum anderen die Deckelung der Bemessungsgrundlage der Sonderabschreibung von 2.000 Euro auf 2.500 Euro je Quadratmeter Wohnfläche erhöht.

Die Regelungen zur Einhaltung der De-Minimis-Verordnung nach § 7b Abs. 5 Satz 1 EStG wird auf Steuerpflichtige beschränkt, die Gewinneinkünfte erzielen und damit unternehmerisch tätig sind (§§ 13, 15 und 18 EStG). Nicht erfasst sind damit Steuerpflichtige mit Einkünften nach § 21 EStG. 

Tanja Wachter
Steuerberaterin

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