21.03.2022 / Verfasserin: Tanja Wachter

Höhere Entfernungspauschale und Mobilitätsprämie von 2021 bis 2026

Wer durch lange Arbeitswege besonders von der CO2 -Bepreisung betroffen ist, soll finanziell unterstützt werden. Als Maßnahmen wurde die Erhöhung der Entfernungspauschale und eine Mobilitätsprämie für Geringverdiener eingeführt.

Entfernungspauschale 2021 bis 2026

Ab dem VZ 2021 steigt ab dem 21. Kilometer Fahrstrecke der anzusetzende Betrag von 0,30 Euro/km auf 0,35 Euro/km. Bis zum 20. Entfernungskilometer bleibt es für alle bei den 0,30 Euro/km. Ab dem VZ 2024 bis 31.12.2026 steigen die 0,35 Euro/km auf 0,38 Euro/km. Die anderen Regelungen zur Entfernungspauschale bleiben für alle unverändert.

Mobilitätsprämie für Geringverdiener

Alle Fernpendler die unter dem Grundfreibetrag liegen, profitieren von dieser Regelung nicht. Da auch hier eine Entlastung erfolgen soll, wurde die Mobilitätsprämie für Geringverdiener für denselben Zeitraum wie für die erhöhte Entfernungspauschale eingeführt.

Wie wird Sie berechnet?

  • Das zu versteuernde Einkommen muss unter dem Grundfreibetrag liegen.
  • Bemessungsgrundlage sind grundsätzlich die erhöhten Entfernungspauschalen ab dem 21. Entfernungskilometer.
  • Anwendung findet sie nur, wenn alle Werbungskosten inkl. erhöhter Entfernungspauschale über dem Werbungskosten-Pauschbetrag von € 1.000,00 liegen.
  • Die Mobilitätsprämie entspricht 14% der erhöhten Entfernungspauschale.

Um die Auszahlung der Mobilitätsprämie zu bekommen, muss ein Antrag auf Auszahlung der Mobilitätsprämie mit Abgabe einer kompletten Steuererklärung gestellt werden.

Der Anspruch entsteht mit Ablauf des Jahres, d.h. für 2021 wird sie erstmals in 2022 ausgezahlt und muss mindestens 10 Euro betragen. Begrenzt ist die Prämie auf den Betrag, um den das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag unterschreitet.

Tanja Wachter
Steuerberaterin

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