19.07.2018 / Verfasser: Rudolf Fuchs

Keine Berichtigungsmöglichkeit bei Übernahme elektronisch übermittelter Lohndaten anstelle des erklärten Arbeitslohns

Nach einem Urteil des BFH vom 16.01.2018 (VI R 41/16) entfällt eine Berichtigungsmöglichkeit wegen offenbarer Unrichtigkeit i.S. des § 129 AO.
Gleicht das Finanzamt bei einer Papiererklärung den elektronisch übermittelten und der Steuererklärung beigestellten Arbeitslohn nicht mit dem vom Steuerpflichtigen in der Einkommensteuererklärung erklärten Arbeitslohn ab und werden die Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit im Einkommensteuerbescheid infolgedessen unzutreffend erfasst, liegt darin keine Berichtigungsmöglichkeit.
Der Sachbearbeiter des Finanzamt hat regelmäßig die Daten gegeneinander abzustimmen.
Diese Regelung dürfte in ähnlichen Fällen zu einer gleichen Entscheidung führen.

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Rudolf Fuchs
Steuerberater