18.11.2019 / Verfasser: Tanja Wachter

Steuerliche Probleme bei Nutzung einer spanischen Ferienimmobilie

In früheren Jahren wurde beim Ferienhauserwerb in Spanien gerne eine Kapitalgesellschaft vorgeschaltet, um spanische Wertzuwachs- und Erbschaftsteuern zu "sparen", aber auch aus Gründen der Haftungsbeschränkung und der Anonymität.

Dabei wird nicht bedacht, dass auch in Deutschland für diese spanische Immobilienkapitalgesellschaften Regelungen greifen, die steuerlich sehr unangenehm werden können.

So kann die unentgeltliche Nutzung einer spanischen Ferienimmobilie in Deutschland zu verdeckten Gewinnausschüttungen führen, wenn die Immobilie einer spanischen Kapitalgesellschaft gehört und deren Gesellschafter als Nutzende der Immobilie in Deutschland wohnen.

Auch wären sämtliche stille Reserven, die in den Anteilen an der Immobilienkapitalgesellschaft enthalten sind und die von in Deutschland ansässigen natürlichen Personen gehalten werden, der deutschen Steuer zu unterwerfen. Das erfolgt in dem Maße, dass für den Veranlagungszeitraum 2013 ein fiktiver Veräußerungsgewinn ermittelt wird, jedoch die darauf anfallenden Steuern gestundet werden, bis es zur tatsächlichen Veräußerung der Anteile kommt.

Der Stpfl. wäre bereits bei Gründung dieser Immobilienkapitalgesellschaft verpflichtet gewesen, dies bei den Finanzbehörden zu melden (§ 138 AO). Fehlt diese Meldung ist sie nachzuholen.

Auch aufgrund der Entwicklungen im Bereich des automatischen Informationsaustausches erhalten die Finanzbehörden umfangreiche Mitteilungs, Anzeige und Auskunftsrechte. Es ist somit nicht mehr die Frage ob , sondern wann die Finanzbehörden von ausländischen Sachverhalten erfahren.

Sollten Sie hierzu unsere Hilfe benötigen oder weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Tanja Wachter
Steuerberaterin