18.10.2021 / Verfasserin: Kristina Odebrett

Betriebliche Altersversorge - Übergangsfrist läuft zum 31.12.2021 ab!

Wenn ein Arbeitnehmer zu Gunsten einer betrieblichen Altersvorsorge Entgeltbestandteile umwandelt, war der Arbeitgeber nach § 1a Abs. 1a BetrAVG bei ab dem 01.01.2019 neu abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen verpflichtet, 15 % des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeber-Zuschuss zu zahlen, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart.

Diese Verpflichtung besteht bei Zahlungen an

  • einen Pensionsfonds
  • eine Pensionskasse oder
  • eine Direktversicherung.

Für zum 01.01.2019 bereits bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen (sogenannte Altverträge) ist der Arbeitgeberzuschuss nun auch ab 01.01.2022 verpflichtend.

Der Arbeitgeber kann entscheiden, ob er nur den tatsächlich ersparten Beitrag weitergibt oder 15 % als Arbeitgeberzuschuss zahlt, auch wenn die Ersparnis niedriger ist.

Wird ab dem 01.01.2022 der Arbeitgeberbeitrag zusätzlich gezahlt, muss der Versicherungsvertrag angepasst oder neu abgeschlossen werden.

Soll in Absprache mit dem Arbeitnehmer der Beitrag gleich bleiben, so dass sich damit der Arbeitnehmerbeitrag vermindert, muss eine neue Entgeltumwandlungsvereinbarung abgeschlossen werden.

Kristina Odebrett
Steuerberaterin