18.08.16 / Verfasser: Tonia Optenberg

Elektronische Registrierkassen ab 2017

Grundsätzlich kann sich der Steuerpflichtige für eine
Kassenart frei entscheiden. Führt er eine offene Ladenkasse, auch
Schubladenkasse genannt, kann er wie gehabt die Tageseinnahmen mithilfe eines
fortlaufend nummerierten Kassenberichts durch Rückrechnung aus dem gezählten
Kassenbestand ermitteln. Sinn und Zweck eines Kassenberichts ist demzufolge die
richtige und nachvollziehbare Ermittlung der Bareinnahmen.

Für Registrierkassen ändert sich allerdings die Rechtslage ab
2017. Nach neuem Recht müssen sämtliche elektronische Daten der Kassensysteme
unverdichtet gespeichert werden. Die alleinige Aufbewahrung des Z-Bons auf
Papier ist nicht mehr ausreichend. Dem Finanzbeamten muss ein Auslesen der Daten
aus der Kasse ermöglicht werden. Hierzu sind die Kassendaten in einem
auswertbaren Format vorzulegen. Erfüllt das genutzte Kassensystem die
Anforderungen nicht, muss die Kasse bis spätestens 01.01.2017 umgerüstet werden.

Wie bisher sind alle Organisationsunterlagen rund um die
jeweilige Kasse, wie z.B.

- Bedienungs- und Programmieranleitungen,

- Protokolle von Umprogrammierungen,

ebenfalls 10 Jahre aufzubewahren.

Und ganz zum Schluss: vor allem Betriebe mit einem hohen
Anteil an Bareinnahmen stehen im Fokus der Finanzverwaltung. Diese werden
intensiv geprüft. Zunehmend kommen neue Prüfungsmethoden aus dem Bereich der
digitalen Datenanalyse zum Einsatz.

Für Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur
Verfügung.

Tonia Optenberg

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