18.03.2020 / Verfasser: Joachim Fürst

Die Bedeutung eines Notfallordners in Zeiten von Corona

Unter einem Notfallordner versteht man einen in Papierform oder digital geführten Ordner mit Unterlagen, die bei einem (zeitweisen) Ausfall des Betriebsinhabers/Unternehmers die Fortführung des Betriebs gewährleisten soll (betrieblicher Notfallordner) oder den Angehörigen bei schwerer Krankheit oder Todesfall die Liquidität und den Zugriff auf das Vermögen zur Bestreitung der laufenden Ausgaben ermöglichen soll und Vorgaben für medizinische Maßnahmen trifft (privater Notfallordner).

Anhand der beigefügten Punkte kann jeder einen solchen Notfallordner anlegen. Dabei ist vor dem aktuellen Hintergrund nicht entscheidend, dass ein solcher Ordner sofort vollständig ist, sondern dass man damit beginnt, die bereits vorhandenen Dokumente zusammenzustellen und beispielsweise noch kurzfristig um ein Testament ergänzt.

Gerne helfen wir Ihnen, kurzfristig ein Testament zu erstellen und beraten Sie, auch online und telefonisch, bei der Zusammenstellung Ihres Notfallordners!

Was gehört in einen Notfallordner?

Privater Notfallordner (Auszug)

  • Testament/Erbvertrag
  • Ehevertrag, sofern vorhanden
  • Vorsorgevollmacht
  • Betreuungsverfügung
  • Patientenverfügung
  • Wichtige Verträge (Haus, Wohnung, Darlehen)
  • Aufstellung zu Konten und Depots, evtl. mit Kontenvollmachten
  • Übersicht über Versicherungen, Darlehen, laufende Verträge
  • Passwörter
  • ...

Betrieblicher Notfallordner (Auszug)

  • Gesellschaftsvertrag
  • Bestellungen zu Geschäftsführern/Prokuristen
  • Aufstellungen zu den wichtigsten Beratern (Steuerberater, Rechtsanwalt...)
  • Übersicht über Vollmachten (Handlungsvollmacht, Konten...)
  • Darstellung der betrieblichen Abläufe (wer hat für welche wichtigen Funktionen Zugriffsrechte)
  • Übersicht über Zugangsdaten
  • Testament

Dipl.-Kfm. Joachim Fürst
Steuerberater
Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.)