16.02.2022 / Verfasser: Christian Michel

Aktuelles zur EEG-Umlage

Die EEG-Umlage dient zur Finanzierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Die EEG-Umlage zahlen derzeit alle Stromverbraucher über einen Anteil an ihren Strombezugskosten. Allerdings können durch die Besondere Ausgleichsregelung u.a. stromkostenintensive Unternehmen bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage stellen.

Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien wurde vereinbart, die EEG-Umlage ab dem 1. Januar 2023 nicht mehr über den Strompreis, sondern über den Staatshaushalt zu finanzieren. Aktuell wird sogar über eine noch frühere Abschaffung der EEG-Umlage diskutiert.

Damit stellt sich die Frage, ob im laufenden Jahr noch Anträge für die Besondere Ausgleichsregelung gestellt werden sollten, um - angesichts der aktuell noch ausstehenden Abschaffung der EEG-Umlage - mögliche Ansprüche des Unternehmens auf Begrenzung der EEG-Umlage nicht zu gefährden. Frist für den Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage für das Jahr 2023 ist dabei der 30. Juni 2022.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt auf seiner Homepage klar, dass die Entscheidung hierüber eine betriebswirtschaftliche Entscheidung ist, die in der Verantwortung des Unternehmens liegt. Weiter wird darauf hingewiesen, dass selbst bei einer vollständigen Abschaffung der EEG-Umlage nach gegenwärtigem Kenntnisstand entsprechende Begrenzungsbescheide auch im kommenden Jahr eine Begrenzungswirkung entfalten können, da sie unmittelbar auch zu einer Begrenzung der KWKG- und der Offshore-Netzumlage genutzt werden können.

Christian Michel
Wirtschaftsprüfer

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