14.06.2018 / Verfasser: Tonia Optenberg

Grundsätze der Dienstwagenbesteuerung

In einem aktuellen Schreiben hat das BMF die lohnsteuerliche Behandlung der Dienstwagenbesteuerung zusammengefasst. Dabei geht es vor allem um die Berücksichtigung der Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte.

Anstelle der pauschalen 0,03%-Regelung für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte ist eine auf das Kalenderjahr bezogene Einzelbewertung der tatsächlichen Fahrten zulässig. Ab 1.1.2019 ist der Arbeitgeber auf Verlangen des Arbeitnehmers zur Einzelbewertung der tatsächlichen Fahrten verpflichtet.

In Park & Ride-Fällen ist der geldwerte Vorteil nur für die Teilstrecke, die mit dem Dienstwagen zurückgelegt wird, zu ermitteln. Der Arbeitnehmer hat einen Nachweis über die Benutzung eines anderen Verkehrsmittels vorzulegen.

Ein geldwerter Vorteil ist auch dann nicht zu erfassen, wenn dem Arbeitnehmer ein Dienstwagen ausschließlich an Tagen überlassen wird, an denen es erforderlich werden kann, dass er dienstliche Fahrten von der Wohnung aus antritt oder an der Wohnung beendet.

Sofern ein betriebliches Fahrzeug für Privatfahrten oder Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte tatsächlich nicht genutzt wird, ist von der Besteuerung eines geldwerten Vorteils abzusehen. Allerdings ist das Nutzungsverbot durch entsprechende Unterlagen, wie z.B. einer arbeitsvertraglichen Regelung, nachzuweisen.

Das BMF übernimmt nun auch die aktuelle BFH-Rechtsprechung zur lohnsteuerlichen Behandlung vom Arbeitnehmer selbst getragener Aufwendungen. Der BFH hat hier entschieden, dass ein vom Arbeitnehmer gezahltes Nutzungsentgelt den zu versteuernden geldwerten Vorteil durchaus mindert.

Die Zusammenfassung der Grundsätze der Dienstwagenbesteuerung in einem BMF-Schreiben ist zu begrüßen und dient auch der Rechtssicherheit.

Tonia Optenberg
Steuerberaterin