08.11.2021 / Verfasser: Rudolf Fuchs

Eigentumsübergang im Wege der Zwangsversteigerung

Anders als bei einer Enteignung beruht der Eigentumsverlust auf einen Willensentschluss des Eigentümers, denn er hätte die Möglichkeit gehabt, die Gläubiger zu befriedigen. Ob dem Eigentümer eine Gläubigerbefriedigung möglich gewesen wäre, ist unbeachtlich.

Wurden dem Privatvermögen zugeordnete Grundstücke innerhalb eines 10-Jahres-Zeitraums nach Anschaffung veräußert, löst dieser Vorgang den Tatbestand eines privaten Veräußerungsgeschäftes im Sinne des § 23 EStG aus.

Mit dieser Frage hatte sich das Finanzgericht Düsseldorf vor dem Hintergrund eines im Wege der Zwangsversteigerung veräußerten Grundstücks beschäftigt.

Das Finanzgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 28.04.2021 eine Entscheidung im Klageverfahren (AZ 2K 2220/20 E) getroffen, dass bei einer Zwangsversteigerung sehr wohl ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne des § 23 EStG vorliegt. Im vorliegenden Fall hat der Senat die Revision nicht zugelassen.

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Rudolf Fuchs
Steuerberater