08.08.16 / Verfasser: Kristina Odebrett

Private Nutzung betrieblicher Telekommunikationsgeräte

Nach § 3 Nr. 45 Einkommensteuergesetz (EStG) ist die private
Nutzung von betrieblichen Telekommunikationsgeräten (Telefon, Handy, Smartphone,
Faxgeräte) steuerfrei. Dies gilt nicht nur für die private Nutzung des Telefons
am Arbeitsplatz, sondern auch dann, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein
Telefon zur privaten Nutzung überlässt oder dem Arbeitnehmer in der
Privatwohnung einen betrieblichen Telefonanschluss einrichtet.

Entscheidend ist, dass Telefon, Handy, Smartphone oder
Faxgerät Eigentum des Arbeitgebers sind oder von ihm gemietet bzw. geleast
wurden. Für die Steuerfreiheit der Privatnutzung ist es unerheblich, in welchem
Verhältnis die berufliche Nutzung zur privaten Nutzung steht. Das bedeutet, dass
auch dann kein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil entsteht, wenn der
Arbeitnehmer z. B. das Mobiltelefon des Arbeitgebers ausschließlich privat nutzt
und der Arbeitgeber die Gebühren zahlt.

Nach R 3.45 Satz 5 Lohnsteuer-Richtlinie (LStR) sind bei der
Überlassung betrieblicher Geräte auch die vom Arbeitgeber getragenen
Verbindungsentgelte (Grundgebühr und sonstige laufende Kosten) steuerfrei.

Die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 45 EStG gilt nur bei einer
Überlassung von Telekommunikationsgeräten entweder durch den Arbeitgeber selbst
oder aufgrund eines Dienstverhältnisses durch einen Dritten (R 3.45 Satz 4
LStR).

Die Steuerfreiheit tritt nicht ein, wenn der Arbeitgeber dem
Arbeitnehmer das Telefongerät (Handy) schenkt oder verbilligt übereignet.

Liegt eine Überlassung durch den Arbeitgeber vor, ist die
Steuerfreiheit des geldwerten Vorteils der Höhe nach nicht begrenzt, auch dann
nicht, wenn die überlassenen Geräte durch den Arbeitnehmer oder andere Personen
(z. B. Familie) ausschließlich privat genutzt werden.

Bei Rückfragen zu diesem Thema steht Ihnen Ihr Ansprechpartner
gern zur Verfügung:

Kristina Odebrett


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