07.08.2019 / Verfasser: Kristina Odebrett

Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau

Der Bundesrat hat am 28.06.2019 seine Zustimmung zum Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus erteilt und damit der neuen Sonderabschreibungsregelung im § 7 b EStG zugestimmt.

Das Gesetz ermöglicht privaten Investoren befristet für 4 Jahre jeweils 5% der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Wohnung, die zur Vermietung vorgesehen ist, steuerlich geltend zu machen. Zusätzlich wird die linearen Abschreibung von jährlich zwei Prozent gewährt.

Damit könnten in den ersten vier Jahren insgesamt 28% der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Mietwohnung steuerlich als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung berücksichtigt werden.

Es müssen insbesondere folgende Voraussetzungen eingehalten werden:

  • Anschaffung oder Herstellung neuer Wohnungen, die im Jahr der Fertigstellung und in den folgenden neun Jahren vermietet werden;
  • Bauvorhaben, die aufgrund eines nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022 gestellten Bauantrags oder, soweit eine Baugenehmigung nicht erforderlich ist, einer in diesem Zeitraum getätigten Bauanzeige hergestellt worden sind;
  • Baukosten max. 3.000 € je Quadratmeter.

Die Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibung wird auf maximal 2.000 € je Quadratmeter Wohnfläche begrenzt.

Die Sonderabschreibung kann letztmalig im Jahr 2026 in Anspruch genommen werden, auch wenn der Sonderabschreibungszeitraum von vier Jahren noch nicht abgelaufen ist. Es bestehen keine Vorgaben in Bezug auf die Fertigstellung des Bauvorhabens.

Ihr Ansprechpartner:

Kristina Odebrett
Steuerberaterin