07.06.16 / Verfasser: Rudolf Fuchs

Nutzungsausfallentschädigungen

Grundsätzlich sind Versicherungsleistungen und
Nutzungsausfallentschädigungen als Betriebseinnahmen zu erfassen, wenn sie mit
Schäden an beweglichen Wirtschaftsgütern zusammenhängen.

Bewegliche Wirtschaftsgüter sind selbst dann, wenn sie
gemischt genutzt werden, ungeteilt entweder Betriebsvermögen oder
Privatvermögen.

Mit Urteil vom 27.01.2016 - X R 2/14 - hat der Bundesfinanzhof
entschieden, dass die Entschädigung für den Nutzungsausfall eines
Wirtschaftsgutes des Betriebsvermögens eine Betriebseinnahme ist, im
vorliegenden Fall der Schaden an einem betrieblichen Kraftfahrzeug.

Unerheblich sei es, ob der zu ersetzende Schaden bei einer
betrieblichen oder privaten Nutzung entstanden ist.

Der Kläger machte geltend, dass sich der Unfall bei einer
Privatfahrt ereignet habe und er für die Zeit des Nutzungsausfalls kein
Ersatzfahrzeug angemietet, sondern Urlaub genommen habe.

Hinsichtlich der Gewinnauswirkung ergeben sich Unterschiede je
nach Methode der Ermittlung des Privatanteils nach § 6 Abs.1 Nr. 4 EStG.

Wegen der umfangreichen Einzelfallbeurteilung wenden Sie sich
bitte an den Ansprechpartner.

Rudolf Fuchs


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