02.11.2017 / Verfasser: Tanja Wachter

Das E-Rechnungsgesetz: Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung an öffentliche Auftraggeber ab 2018

Am 10. April 2017 wurde das Gesetz über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen oder auch E-Rechnungsgesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Darin umgesetzt ist eine EU-Richtlinie, die für alle öffentlichen Auftraggeber einer Verpflichtung vorsieht, elektronische Rechnungen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, anzunehmen und zu verarbeiten.

Öffentliche Auftraggeber dürfen dann nur noch elektronische Rechnungen annehmen, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen werden können, mit dem Ziel, dass eine automatische und elektronische Verarbeitung dieser Rechnungen möglich ist. Zulässig sind somit nur noch Rechnungsformate in Form strukturierter Daten bzw. teilweise strukturiert und teilweise als Bilddatei. Reine Bilddateien wie z.B. bei PDF-Rechnungen sind nicht mehr zulässig.

Betroffen von dieser Neuregelung sind alle Unternehmen, die Leistungen für die öffentliche Verwaltung erbringen. Darunter fallen nicht nur Ministerien, sondern auch Krankenhäuser, Kitas, Sparkassen, Stadtwerke etc.

Ab 27. November 2018 sind diese Vorschriften für alle Bundesministerien und Verfassungsorgane anzuwenden, für alle anderen öffentlichen Auftraggeber wie Gemeinden etc. tritt die Neuregelung ein Jahr später, am 27. November 2019 in Kraft.

Sollte Ihr Unternehmen betroffen sein, empfehlen wir Ihnen sich zu informieren und mit Ihrem Soft- und Hardwareanbietern in Kontakt zu treten.

Tanja Wachter
Steuerberaterin